<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ÜberLebensKünstler</title>
	<atom:link href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de</link>
	<description>Alte Menschen sind Experten fürs Leben</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Apr 2010 12:12:11 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>10 Fragen</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/126</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/126#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 09:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan B.</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensLinien]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Großeltern]]></category>
		<category><![CDATA[Zivildienst]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=126</guid>
		<description><![CDATA[Stefan B., 22, gelernter Bürokaufmann, ist Zivildienstleistender im Caritas Alten- und Servicezentrum in München Obermenzing.
 10 Fragen
 Vor meinem Zivildienst habe ich mir nicht viele Gedanken gemacht über das Alter. Das hat sich hier im ASZ geändert. Ich habe viel erlebt und noch mehr gesehen. Ich habe gemerkt, dass ich Fragen habe an die Menschen, die heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Stefan B., 22, gelernter Bürokaufmann, ist Zivildienstleistender im Caritas Alten- und Servicezentrum in München Obermenzing</em>.</p>
<p> 10 Fragen</p>
<p> Vor meinem Zivildienst habe ich mir nicht viele Gedanken gemacht über das Alter. Das hat sich hier im ASZ geändert. Ich habe viel erlebt und noch mehr gesehen. Ich habe gemerkt, dass ich Fragen habe an die Menschen, die heute alt sind. 10 Fragen habe ich aufgeschrieben:</p>
<p><span id="more-126"></span></p>
<ol>
<li>Geht Weisheit und Altwerden Hand in Hand?<a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/04/Clown1.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-127" title="Clown" src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/04/Clown1-150x150.jpg" alt="" width="154" height="129" /></a></li>
<li>Ist Altwerden ein Fluch oder Segen?</li>
<li>Wie fühlt sich der Körper im Gegensatz zu jungen Jahren an?</li>
<li>Was hat man alles erlebt?</li>
<li>Wie hat man sich früher verabredet – ohne Technik?</li>
<li>Wie wichtig war die Familie damals?</li>
<li>Wenn und wohin ist man in Urlaub gefahren?</li>
<li>Wie teuer war damals eine Brezn`n</li>
<li>Würde man lieber in der damaligen Zeit, oder in der jetzigen aufwachsen?</li>
<li>Wie verhalten sich junge Menschen einem gegenüber?</li>
</ol>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/126/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opa, erzähl von früher!</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/91</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/91#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 08:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensLust]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Früher]]></category>
		<category><![CDATA[Großeltern]]></category>
		<category><![CDATA[Kartoffeln]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Puppe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=91</guid>
		<description><![CDATA[Julia, 17, erzählt von ihrem Verhältnis zu ihren Großeltern &#8211; und wie es sich im Lauf der Jahre gewandelt hat:

&#8220;Opa erzähl von früher!&#8221; Welches Kind hat dies noch nie eingefordert? Immer wieder diese eine Frage, weil man sich selbst von &#8220;früher&#8221; nichts vorstellen kann, weil früher für eine 5-jährige die 1970er Jahre, aber ebensogut auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/seniorenpaar.jpg"></a>Julia, 17, erzählt von ihrem Verhältnis zu ihren Großeltern &#8211; und wie es sich im Lauf der Jahre gewandelt hat:</em></p>
<p><a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/seniorenpaar.jpg"><img class=" alignright" title="Foto: DiCV München und Freising, Großeltern" src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/seniorenpaar-150x150.jpg" alt="Großeltern" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&#8220;Opa erzähl von früher!&#8221; Welches Kind hat dies noch nie eingefordert? Immer wieder diese eine Frage, weil man sich selbst von &#8220;früher&#8221; nichts vorstellen kann, weil früher für eine 5-jährige die 1970er Jahre, aber ebensogut auch die Zeit des Mittelalters oder die Antike sein kann.  Und weil es etwas ist, was teilweise nicht einmal die eigenen Eltern wissen. Es ist für eine 5-jährige ein großes Fragezeichen, eine Art Geheimnis, und das will man als Kind natürlich lüften. Und welches Kind hat auf diese Forderung noch nie die Antwort bekommen: &#8220;Ach Kind, früher war alles ganz anders&#8221; ?! <span id="more-91"></span></p>
<p>Mittlerweile bin ich aus diesem Alter schon lange heraus und habe angefangen zu begreifen, dass meine Kindheit ganz anders als die meiner Großeltern war. Dass die niemand hatten, der ihnen die Geschichte vom Rotkäppchen erzählt hat &#8211; &#8220;nur ohne Wolf Opa, weil der ist ja böse&#8221; <img src='http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  . Und die nicht immerzu mit dem leckeren Kuchen von Oma vollgestopft wurden.<img src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Sondern dass damals, als Oma und Opa klein waren, Krieg herrschte, dass sie aus ihrem Haus vertrieben wurden, von ihren Freunden und ihrer gewohnten Umgebung getrennt wurden, und in ein fremdes Land kamen. Das ist &#8220;anders&#8221; und das erzählt man einer 5-jährigen oder selbst seinen eigenen Kindern nicht, weil man es selbst vergessen oder vielmehr verdrängen will. Und dann kann man auch verstehen, dass diese Generation über Kinder und Jugendliche, die sich den x-ten Gameboy wünschen oder nur vor dem PC sitzen, den Kopf schütteln, und den allseits bekannten Spruch: &#8220;Diese Jugend von heutzutage!&#8221; oder &#8220;Das hätte es bei uns aber nicht gegeben!&#8221; ablassen, weil sie selbst ganz anders groß geworden sind und eine andere Prägung haben.</p>
<p>Oder dass es für sie nicht selbstverständlich ist, jedes Jahr vier mal in den Urlaub zu fliegen oder drei Autos zu besitzen. Meine Oma hat mir einmal erzählt, dass sie früher mit Kartoffeln gespielt hat. Das waren ihre Puppen. Wie muss sich jemand fühlen, der mitansehen musste, wie die eigene Puppe nach dem Spielen gegessen wurde, wenn die eigene Enkelin 10 Puppen besitzt und dazu noch mindestens die komplette Baby-Born-Kollektion und sich immer noch eine neuere, tollere Puppe wünscht?</p>
<p> Solche Erlebnisse wie die mit der &#8220;Kartoffelpuppe&#8221; prägen einen Menschen und führen dazu, dass niemals richtig über die eigene Kindheit, über das große Fragezeichen &#8220;früher&#8221; mit jemandem gesprochen wird, und schon gar nicht mit der eigenen 5-jährigen Enkelin. Seit meiner frühen Kindheit ist eine Menge Zeit vergangen, und ich hab leider nicht mehr ein so enges Verhältnis zu meinen Großeltern, da ich mich verändert habe, älter und reifer geworden bin und eine Menge neuer Dinge gelernt habe, die sie nicht kennen.</p>
<p>Trotzdem komme ich immer wieder gerne zu ihnen zurück und bin für eine Weile lang Kind. Doch mit der Zeit haben sich auch meine Großeltern verändert, sehen mich zumindest manchmal als halberwachsenen und einigermaßen vernünftigen Menschen <img src='http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  . Dann erzählen sie mir etwas über &#8220;früher &#8220;, über ihr großes Geheimnis - und ich kann und darf lernen, die Welt durch andere Augen zu sehen, durch zwei faltige Augenpaare, die schon als Kinder bzw. Jugendliche mehr erlebt haben als andere Menschen in ihrem ganzen Leben, und von denen man viel lernen kann, wie beispielsweise, dass es wichtigere Dinge auf der Welt gibt als immer nur Konsum.</p>
<p>Ich bin sehr stolz darauf, solche Großeltern zu haben, durch die ich eine ganz andere Sicht auf die Welt kennen und lieben lernen konnte und kann und die ihr Leben ein Stück weit mit mir teilen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/91/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mittagspause</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/85</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/85#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 08:44:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang S.</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensLust]]></category>
		<category><![CDATA[Brennpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Hasenbergl]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Werkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Sozial]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=85</guid>
		<description><![CDATA[Wolfgang, ehrenamtlich tätig in der Mobilen Werkstatt Hasenbergl in München, erzählt. 
Seit vielen Jahren arbeite ich ehrenamtlich mit in der Mobilen Werkstatt Hasenbergl. Das Hasenbergl ist ein Stadtteil im Norden von München, der von Politik und Öffentlichkeit gerne als „sozialer Brennpunkt“ bezeichnet wird. Tatsache ist, hier leben viele Menschen, die Hilfen zum Lebensunterhalt bekommen, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wolfgang, ehrenamtlich tätig in der Mobilen Werkstatt Hasenbergl in München, erzählt. </em></p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignright" title="Foto: DiCV München und Freising, S. Baumeister" src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/stefan-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Seit vielen Jahren arbeite ich ehrenamtlich mit in der Mobilen <a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/stefan.jpg"></a>Werkstatt Hasenbergl. Das Hasenbergl ist ein Stadtteil im Norden von München, der von Politik und Öffentlichkeit gerne als „sozialer Brennpunkt“ bezeichnet wird. Tatsache ist, hier leben viele Menschen, die Hilfen zum Lebensunterhalt bekommen, wie z.B. Hartz IV. Da kann man sich keine großen Sprünge leisten, und wenn die Waschmaschine ihren Geist aufgibt, ist das für eine Familie oder einen alten Menschen schon eine echte Katastrophe. Dann kommen wir – die Ehrenamtlichen von der Mobilen Werkstatt. Wir reparieren unentgeltlich, was so an Elektrogeräten kaputt geht. Warum wir das machen?</p>
<p><span id="more-85"></span><img src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Weil wir als Senioren noch nicht zum alten Eisen gehören. Weil wir helfen wollen. Und weil wir selbst so eine Art Gemeinschaft bilden. Wobei das mit der Gemeinschaft auch seine Grenzen hat. Wie ich heute Mittag erlebt habe. Da sehe ich drei meiner Kollegen beieinander stehen und möchte mich mit ihnen unterhalten. Geht aber nicht: Stumm stehen sie zusammen und tauschen per SMS Klingeltöne aus.</p>
<p>Da gehe ich zum Kaffeeautomaten und hole mir einen Kaffee. Jetzt sitze ich vor der Halle in der Sonne, bin nicht erreichbar, habe kein Handy, meine Uhr ist vor 30 Jahren kaputt gegangen. Aber ich kann zuschauen, wie mein Kaffee kalt wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/85/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Manchmal blitzt Zärtlichkeit auf</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/73</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/73#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 08:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karin L.</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensLust]]></category>
		<category><![CDATA[ehrenamtliches Engagament]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhilfe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=73</guid>
		<description><![CDATA[Karin, Ehrenamtliche im Projekt Leuchtturm des Caritas-f-net in München, berichtet über ihre erste Nachhilfeschülerin.

Auf Anfrage der Schulleiterin  einer Ismaninger Grundschule betreue ich seit Oktober 2009 ein Mädchen der 4. Klasse bei den Hausaufgaben, und zwar 4 x in der Woche für maximal 2 Stunden täglich. Da das Kind bis dahin so gut wie nie Hausaufgaben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Karin, Ehrenamtliche im Projekt Leuchtturm des Caritas-f-net in München, berichtet über ihre erste Nachhilfeschülerin.</em></p>
<p><a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/Caritas-2010-0064.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-100" title="Foto: DiCV München und Freising, Nachhilfe" src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/Caritas-2010-0064-150x150.jpg" alt="Foto: DiCV München und Freising, Nachhilfe" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Auf Anfrage der Schulleiterin  einer Ismaninger Grundschule betreue<a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/Caritas-2010-0062.jpg"></a> ich seit Oktober 2009 ein Mädchen der 4. Klasse bei den Hausaufgaben, und zwar 4 x in der Woche für maximal 2 Stunden täglich. Da das Kind bis dahin so gut wie nie Hausaufgaben gemacht hat, und wohl auch die Eltern darauf nicht geachtet haben, wurde von der Klassenlehrerin sehr begrüßt, dass ich mich dazu bereit erklärt habe. </p>
<p><img src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Das Kind hat einen Migrationshintergrund. Die Mutter spricht deutsch, der Vater nach meinen Informationen nur seine Muttersprache. Die Eltern waren einverstanden mit der Betreuung. Von der Klassenlehrerin bekomme ich viel Unterstützung, die dortige Sozialpädagogin ist in diesem Fall auch tätig.<span id="more-73"></span></p>
<p>Mit dem Mädchen komme ich mittlerweile gut zurecht, sie versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Hausaufgaben gut zu machen. Sie spricht ganz normal deutsch, versteht aber häufig nicht die Aufgabenstellung in den Büchern und Arbeitsblättern. Deshalb fehlt es auch oft am flüssigen Lesen. Das betrifft alle Fächer, in Mathematik besonders die Textaufgaben. Ansonsten kann sie ganz gut rechnen. Das Problem ist aber deutsch, und zwar Rechtschreibung, Grammatik und Wortschatz.</p>
<p>Ich versuche, auch über die Hausaufgaben hinaus, ihr Lesen zu verbessern, ihr Begriffe zu erklären, ohne sie zu überfordern, aber das sind nur kleine Schritte, denn wenn das Kind 6 Schulstunden hatte und anschließend noch gut eine Stunde Hausaufgaben gemacht hat, lässt die Konzentration doch nach.</p>
<p>Mit Hilfe der Sozialabteilung der Gemeinde Ismaning ist es gelungen, dem Mädchen ein Mittagessen in der Mittagsbetreuung in der Schule zu vermitteln. Die Mutter hatte sich auch darum nicht gekümmert. Wenn ich freitags nicht in die Schule komme, darf sie auch bis 14 Uhr in der Mittagsbetreuung bleiben.</p>
<p>Ich habe in den fünf Monaten erreicht, dass sie sich auf mich freut. Wenn sie nicht zu müde ist &#8211; und das ist sie leider recht oft &#8211; macht sie die Hausaufgaben gerne. Inzwischen taut sie auf, ist lustig und lacht sogar bei unserer Arbeit. Das war am Anfang nicht so. Letztes Mal habe ich bemerkt, dass alle Buntstifte in ihrem Mäppchen angespitzt waren. &#8220;Das Hat meine Mutter gemacht&#8221;, hat sie mir stolz berichtet. Das hat mich sehr gefreut. Mir macht die Hausaufgabenhilfe Spaß. Es ist eine sinnvolle Beschäftigung, und wenn ich dann erlebe, wie bei dem Mädchen eine Zuneigung zu mir aufblitzt, ist das sehr schön.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/73/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein neuer Mitbewohner</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/52</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/52#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 14:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>B.F.</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensSinn]]></category>
		<category><![CDATA[Altenheim]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=52</guid>
		<description><![CDATA[B.F. aus München berichtet über den Einzug ihres Großvaters in das Familienleben:

Seit ein paar Tagen wohnt mein Großvater bei uns. Er stürzte letztes Jahr  in seinem Haus und verletzte sich dabei schwer. Nach einigen Wochen im Krankenhaus, die sich wie Monate dahinzogen, kam er schließlich zu uns. Ein neuer Mensch. Zwar nicht völlig unbekannt, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>B.F. aus München berichtet über den Einzug ihres Großvaters in das Familienleben:</em></p>
<p><a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/opa.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-112" title="Foto: DiCV München und Freising, Großvater" src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/opa-150x150.jpg" alt="Foto: DiCV München und Freising, Großvater" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Seit ein paar Tagen wohnt mein Großvater bei uns. Er stürzte letztes Jahr  in seinem Haus und verletzte sich dabei schwer. Nach einigen Wochen im Krankenhaus, die sich wie Monate dahinzogen, kam er schließlich zu uns. Ein neuer Mensch. Zwar nicht völlig unbekannt, aber ein Mensch, der das Familienleben umkrempelt.<span id="more-52"></span> <!--more-->Wie noch ein weiteres Kind, das aber ständig umsorgt werden muss. Ein Altenheim kam nicht in Frage. Endstation! Nie mehr aus diesem Haus rauskommen. Nur noch mit den Beinen voraus, eine komplett neue Umgebung, wenig Zwischenmenschlichkeit der Pfleger.</p>
<p>Nein, das wollten wir ihm ersparen! Nur weil man alt ist, nicht mehr so fit wie früher, dann einfach abgeschoben werden wie ein lästiges Anhängsel? NEIN! Man darf ihn nicht wie ein Anhängsel sehen. Er ist eine Bereicherung für unsere Familie.</p>
<p>Ein Mensch mit seiner Lebensgeschichte, mit freudigen und leidvollen Erfahrungen. Wir beten zu Jesus, dass er uns in dieser Situation Kraft und Weisheit gibt. Und auch wenn Opa manchmal nervig ist, ich hab ihn trotzdem lieb! <!--more--><!--more--></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/52/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aufklärung</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/33</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/33#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 14:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erinnerungs- Erfahrungs-Werkstatt</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensSinn]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=33</guid>
		<description><![CDATA[Renate, Seniorin und Mitglied der Erinnerungs- und Erfahrungs-Werkstatt im Caritas-Alten-und Servicezentrum München-Obermenzing, erzählt.
Auf dem Gebiet der Aufklärung besteht im Vergleich von damals und heute ein großer Unterschied. Na dann, in Gottes Namen, erzähle ich hier, wie ich aufgeklärt wurde:
Gleich nach der Geburt braucht der Mensch Luft und zwar immerzu, bis zum letzten Atemzug. Das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Renate, Seniorin und Mitglied der Erinnerungs- und Erfahrungs-Werkstatt im Caritas-Alten-und Servicezentrum München-Obermenzing, erzählt.</em></p>
<p>Auf dem Gebiet der Aufklärung besteht im Vergleich von damals und heute ein großer Unterschied. Na dann, in Gottes Namen, erzähle ich hier, wie ich aufgeklärt wurde:</p>
<p>Gleich nach der Geburt braucht der Mensch Luft und zwar immerzu, bis zum letzten Atemzug. Das ist halt so, weil wir ohne Sauerstoff nicht leben können. Doch dann gibt es viele Dinge, die wir nicht immerzu brauchen, aber doch von Zeit zu Zeit immer wieder. Die Natur fragt da nicht lange, sie treibt uns einfach dazu, und das nennt man dann „Triebe“. Das sind sehr viele mit unterschiedlicher Stärke, der Nahrungstrieb, der Bewegungstrieb, und ab einem gewissen Alter der Fortpflanzungstrieb.</p>
<p>Ich bin Jahrgang 1941, und dieses Thema war ein Tabu. Sexualität und Fortpflanzung der Menschen – oje, da musste ich selbst dahinter kommen. In meinem Heimatdorf gab es viele Kinder, Buben und Mädchen spielten auch zusammen, und wir wussten sehr wohl den Unterschied.  Wir wohnten auf einem Bauernhof, und das volle Leben umgab mich. Jede Menge Rinder, Schweine, Schafe, Gänse. Täglich konnte man zusehen beim Zeugen, Gebären, Aufwachsen und Sterben. Doch das waren Tiere. Wie ist das nun beim Menschen?<span id="more-33"></span></p>
<p>Ich sagte schon, das war absolut tabu. Um so neugieriger wird man da mit zunehmendem Alter. An den Klapperstorch glaubte in der 3. Klasse niemand mehr. Aber wie kommt ein Kind in den Bauch der Mutter hinein und vor allem wo und wie kommt es da heraus? Die Eltern fragen war unmöglich. Die Erwachsenen sprachen zwar darüber, aber wenn wir Kinder dazukamen, wurde das Gespräch jäh unterbrochen und komisch gehüstelt. Plötzlich waren die Schindeln am Dach und das Wetter hoch interessant. Erwachsene! Ob Christkind, Osterhase oder Klapperstorch – sie konnten nicht die Wahrheit sagen.  Wieso nur? </p>
<p>Und dann, in den Sommerferien, erklärte uns ein Bub aus München: „Der Vater macht was mit der Mutter und dann wächst das Kind im Bauch der Mutter. Wenn das Kind groß genug ist, platzt der Bauch der Mutter auf und das Kind ist geboren. Dann muss die Mutter brav im Bett bleiben, bis der Bauch wieder zugewachsen ist. Ach so ist das – logisch. Wir waren zufrieden. Aber dieses Bauchaufplatzen musste doch furchtbar schmerzhaft sein! Ich war ein Mädchen. Mit graute und ich hatte Zukunftsängste. Als meine Schwester Zwillinge bekam, kamen diese daheim zur Welt. Es war eine schwere Geburt. Wir hatten kein Telefon, ich musste mit dem Fahrrad ins Dorf fahren und die Hebamme holen, mit einem Zettel in der Hand. Wenn sie da war, musste ich im Freien warten, bis der Zirkus vorbei war. Nun war ich beinahe „aufgeklärt“ und dachte nur eins: nichts wie weg! Ich wollte Missionsschwester werden und war mit 14 Jahren in Altötting bei den „Lehrschwestern vom Hl. Kreuz“. Erst mal als Schülerin und mit 15 Jahren als Kandidatin. Im Lehrfach Säuglingspflege wurde von Partnersuche, Familiengründung, Zeugung, Geburt und Säuglingspflege gesprochen. Mit schönen, gewählten Worten sprach man da und nicht in Form von schmutzigen Witzen. Ich fühlte ein großes Vakuum in meinem Innern, mir fehlte einfach die Jugend, das jung und fröhlich sein dürfen. Und die Natur forderte einfach ihr Recht. Mit neunzehneinhalb Jahren verließ ich das Klosterleben und war plötzlich ein „normales junges Mädchen“. Mit einem ganz normalen Leben, mit Küssen, Lieben und Heiraten.</p>
<p>Aufklärung: Für Tiere ist Fortpflanzung eine klare Sache. Wir Menschen mit unserem „hinderlichen“ Verstand brauchen dazu erst „Aufklärung“ und verstehen trotzdem nichts. Schämen wir uns, dass wir uns fortpflanzen „müssen“? Wäre für uns halbgeistige Wesen etwa eine andere Vermehrung vorgesehen? Sauber und schmerzlos? Und das Leben schweigt….. und legt uns immer wieder rein – trotz Verstand. Das Leben selbst ist und bleibt ein Geheimnis….. </p>
<p>Renate</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/33/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwei spontane Monate in Bozen</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/28</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/28#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 14:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Traudl N.</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensLust]]></category>
		<category><![CDATA[Austausch]]></category>
		<category><![CDATA[Bozen]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[freiwillig]]></category>
		<category><![CDATA[Grundtvig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=28</guid>
		<description><![CDATA[Traudl, Seniorin, freiwillig engagiert im Caritas-f-net, erzählt.

Ich hatte mich beim Caritas-Freiwilligen-Netz in München für das Grundtvig-Programm interessiert, einen Freiwilligen-Austausch mit Südtirol. Nach den Feiertagen im Neuen Jahr ging plötzlich alles sehr schnell. Ein Rundschreiben der Caritas Bozen wurde nach einigen Rückfragen zwischen München und Bozen sehr schnell in die Tat umgesetzt. Das hieß, dass ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Traudl, Seniorin, freiwillig engagiert im Caritas-f-net, erzählt.</em></p>
<p><a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/italia1.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-109" title="Foto: DiCV München und Freising, Italien im Austausch" src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/italia1-150x150.jpg" alt="Foto: DiCV München und Freising, Italien" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Ich hatte mich beim Caritas-Freiwilligen-Netz in München für das Grundtvig-Programm interessiert, einen Freiwilligen-Austausch mit Südtirol. Nach den Feiertagen im Neuen Jahr ging plötzlich alles sehr schnell. Ein Rundschreiben der Caritas Bozen wurde nach einigen Rückfragen zwischen München und Bozen sehr schnell in die Tat umgesetzt. Das hieß, dass ich in München alles so organisieren musste, um ein Haus, einige Verpflichtungen und Freunde so zu verlassen, dass ich abkömmlich war für diesen Zeitraum. Ich hatte mich für Februar und März verpflichtet; aber die geplante Seniorenwoche im Blindenzentrum Bozen war bereits vom 30.1. ab geplant, und so machte ich mich am chaotischsten Wintertag in Bayern, am Donnerstag dem 28. Januar, auf den Weg nach Bozen -  nachdem ich mich durch den frisch gefallenen Tiefschnee geschaufelt hatte.  Nach 4 ½ Stunden Fahrt kam ich dann aber gut bei Herrn Osthoff an. <span id="more-28"></span></p>
<p><strong>Eine Woche voller Spannung, Musik und Bewegung</strong><br />
Nach dem Schnuppertag im Blindenzentrum Bozen ging es dann gleich zur Sache. Den Auftakt bildete am Sonntag eine sehr schöne Messe, gestaltet vom Männergesangsverein Gries, geleitet von einer attraktiven Chorleiterin, nachdem am Vorabend schon eine Vorstellungsrunde stattgefunden hatte. Die Woche selbst begann täglich mit dem Morgen-Sportprogramm um 7.30 Uhr.  Nach Frühstück und Morgenbesinnung gab es ein buntes Vor- und Nachmittagsprogramm. Hier nur einige Highlights: „Mariedl erzählt“, Gedächtnistraining, die Hebamme Irma Geiser Morelato erzählte aus ihrem Leben, Turnen mit Roberto, Musiktherapie mit Veronika, Singstunde mit Meinrad Warger, Diskussion „Von der Lust und Last des Alters“ mit Kaplan A. Prugger. Auch ein Ausflug auf die Haselburg wurde gemacht, und der tägliche Spaziergang durfte auch nicht fehlen. Vor dem Abendessen war dann der Rosenkranz angesagt, und abends gab es für die Senioren meist auch ein Programm. Dieses schaffte ich nach 11 Stunden „auf den Füssen“ allerdings nicht mehr, auch wenn es noch so interessant gewesen wäre.</p>
<p><strong>Als Freiwillige im Einsatz für Blinde Menschen<br />
</strong>Meine Aufgabe während der Seniorenwoche war die Betreuung einer Seniorin, die fast blind und zudem körperlich nach einem Schlaganfall sehr schlecht drauf war. Alle übrigen Senioren waren teils stark sehbehindert oder blind, die meisten aber sehr mobil und fanden sich alle schon morgens vor dem Frühstück beim Turnen oder Schwimmen ein. Mein Einsatz begann allerdings „erst“ so gegen 7.45 Uhr (ich hab hier Gott sei Dank mein Klappradl mit, mit dem ich die 2 km von meinem Zimmer im Zentrum von Bozen zum BLZ rascher überwinden kann), wenn meine Seniorin Rosa angezogen war und ich ihr dann beim Frühstück helfen konnte. Es blieb aber dann nicht nur bei der Hilfe für Rosa, sondern so manch andere Blinde war erfreut, wenn ich mich bei allen Mahlzeiten nicht nur ums Essen-Austeilen kümmerte, sondern die Gläser füllte oder das Essen mundgerecht richtete und Reste z.B. vom Salat noch auf die Gabel packte.</p>
<p><strong>Was es heißt, blind seinen Weg zu finden<br />
</strong>Nun ist die Seniorenwoche ist vorbei, ich hab mich ein bisserl von den für mich ungewohnten Tätigkeiten erholt und hatte bereits ein weiteres Erlebnis. Am Montag war ich frühmorgens unterwegs, um Nikolaus Fischnaller nach Toblach zu fahren (er ist blind), da er dort in zwei Ersten Mittelschul-Klassen einen Infounterricht halten sollte. Ich hatte mir den Weg vorher erklären lassen, da ich mich überhaupt noch nicht auskenne.  Wie verwundert war ich, als mein  - blinder! &#8211; Beifahrer mir plötzlich einen ganz anderen Weg erklärte, um  durch Bozen auf die Autobahn zu kommen. Er spürte jede Kurve, jeden Kreisverkehr und leitete mich sicher durch die Stadt hindurch bis zu unserem Ziel. Auch die Teilnahme am Unterricht war für mich sehr lehrreich.</p>
<p>Ich mache im Umgang mit den Blinden zwar immer noch ein paar kleine Fehler; aber ich bin um die Erfahrungen, die ich bis jetzt hier machen durfte, sehr dankbar. Sie sind eine Bereichung für mich und ich freu mich, hier in Bozen sein zu dürfen, und wünsche mir weiterhin viele positive Eindrücke auch für die, für die ich tätig sein darf.</p>
<p>Traudl</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/28/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schmetterlinge im Bauch</title>
		<link>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/20</link>
		<comments>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/20#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 14:06:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erinnerungs- Erfahrungs-Werkstatt</dc:creator>
				<category><![CDATA[LebensLinien]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/?p=20</guid>
		<description><![CDATA[Marita, Seniorin und Mitglied der Erinnerungs- und Erfahrungs-Werkstatt im Caritas-Alten-und-Servicezentrum in München-Obermenzing, erzählt von ihrem ersten Kuss.
Es war ein sommerdurchfluteter Tag, die Ähren standen senkrecht nach oben gerichtet, und das Spiel von Licht und Schatten durchzog das Feld. Arno, ein gleichaltriger Junge von zehn Jahren, begleitete mich in das nächstgelegene Dorf zur Kirche. Es war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Marita, Seniorin und Mitglied der Erinnerungs- und Erfahrungs-Werkstatt im Caritas-Alten-und-Servicezentrum in München-Obermenzing, erzählt von ihrem ersten Kuss.</em></p>
<p><a href="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/bild-zum-ersten-kuss.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-21" title="Der erste Kuss" src="http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/wp-content/uploads/2010/03/bild-zum-ersten-kuss-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es war ein sommerdurchfluteter Tag, die Ähren standen senkrecht nach oben gerichtet, und das Spiel von Licht und Schatten durchzog das Feld. Arno, ein gleichaltriger Junge von zehn Jahren, begleitete mich in das nächstgelegene Dorf zur Kirche. Es war Sonntag. Jeden Sonntag besuchten die katholischen Kinder des Kinderheims den Nachbarort.  Als ich so neben ihm ging und er meine Hand in die seine legte, sie nach vorne und dann nach hinten schleuderte, spürte ich ein prickelndes Gefühl in meinem Körper. <span id="more-20"></span></p>
<p>Ich war glücklich, seine Hand, seinen Druck in meiner Hand zu spüren, und ich dachte, mein Herz zerspränge. Die anderen Kinder gingen schneller als wir beide, und so vergrößerte sich der Abstand zwischen uns immer mehr. Nach einer Biegung entschwanden sie aus unserem Blickfeld. Arno bückte sich und zog mich ein Stück mit hinunter auf den Boden, wo er mir ein kleines Tier, das den Weg überquerte, zeigen wollte. Unsere Köpfe näherten sich dabei, wir schauten uns an  &#8211; ein langer verliebter Blick -, und dann gab er mir einen sehr zärtlichen Kuss auf die Lippen. Ich dachte, alles um mich herum versinkt ins Unendliche.<br />
Er zog mich wieder nach oben und gab mir wieder einen sehr zärtlichen Kuss auf meine Lippen. Doch bevor ich wieder uns Unendliche versinken konnte, kam mein Bruder in Sicht und rief uns entgegen, dass wir uns beeilen und nicht trödeln sollten.  Arno und ich nahmen uns an den Händen und rannten den Weg in Richtung Dorf entlang, überholten dabei die anderen Kinder und warteten am Dorfrand auf sie. Unserer beider Herzen pochten nicht nur vom schnellen Rennen.</p>
<p>Leider ging diese schöne Beziehung zu Ende, als ich wieder zu meiner Mutter nach Hause durfte. Nach vielen Jahren sah ich Arno noch einmal, seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Wa geblieben ist, ist das Erlebnis einer sehr zärtlichen Begegnung und das Verstehen zweier Seelen.</p>
<p>Marita</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ueber-lebens-kuenstler.de/archives/20/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

